Schutzhülse Dichtfix

Schutzhülse Dichtfix

In der Sanitärinstallation werden seit sehr vielen Jahren Bauteile aus Messing verwendet – z.B. Armaturen oder diverse Fitting-Formstücke (Winkel, T-Stücke, Muffen, Reduktionen usw.).
Ein ganz wichtiger und viel verwendeter Bauteil ist die Messing-Hahnverlängerung. Sie dient in erster Linie dazu die Unterputz montierten Wandscheiben (diverse Systemhersteller) aus der Wand auf das gewünschte Maß zu verlängern.

Hahnverlängerungen gibt es in verschiedenen Längen und Größen.

Ein großer Nachteil von Messingbauteilen: sie neigen zur Spannungsrisskorrosion (SpRk)

Was ist eine Spannungsrisskorrosion?
Eine SpRk ist die Rissbildung in Werkstoffen unter gleichzeitigem Einfluss einer Zugspannung, sowie eines spezifischen Angriffsmittels.

Voraussetzungen für das Auftreten:
• der Werkstoff muss empfindlich gegen Spannungsrisskorrosion sein
• es muss eine Zugspannung auf das Bauteil vorliegen, oft genügt auch Eigenspannung im Material, wenn sie hoch genug ist
• es muss ein Korrosionsmedium vorhanden sein

Im Installationsbereich wurde in manchen Fällen der Ammoniumgehalt (Korrosionsmedium) im Dichthanf als Verursacher der SpRk nachgewiesen.
Folgende Fehler bei der Montage von Messing-Hahnverlängerungen können aber auch die Ursache für eine Spannungsrisskorrosion sein:

• Falsches Werkzeug zum Hineindrehen (Rohrzange)
• Zu festes Einspannen in einem Schraubstock (Materialverformung)
• Überziehen der Gewindeverbindung (bis zum Anschlag)
• Zu viel Dichtmaterial

Es wird empfohlen die Hahnverlängerungen nicht mit Hanf, sondern mit Gewindedichtungsfaden (Nylonfaden mit PTFE imprägniert) aufzudichten.
Passende Werkzeuge zum Hineindrehen sind das Sanitärkreuz oder der Stufenschlüssel.

Wenn eine Spannungsrisskorrosion bei einer Messing-Hahnverlängerung auftritt, ist der Schaden meist enorm, weil sich diese in der Wand befindet und das Wasser somit im Mauerwerk oder in Trockenbauwänden unkontrolliert austritt. Dies kann dann zur Folge haben, dass es länger dauert bis man den Wasseraustritt bemerkt. Um das Problem des Wasseraustritts in der Wand zu verhindern, werden unsere Schutzhülsen Dichtfix bereits bei der Rohmontage mitintegriert.

Funktioniert ganz einfach:
Die Schutzhülse wird auf die bereits montierte Wandscheibe (diverse Systemhersteller) aufgeschoben. Die Dichtmembrane passt sich dabei problemlos an den Durchmesser der jeweiligen Wandscheibe an und dichtet somit perfekt ab. Somit kann das Wasser dann nur nach vorne aus der Wand rauslaufen. Durch die exakte Passform wird die Schutzhülse beim Hineindrehen des Baustopfens zentriert.

Nach der Fertigstellung der Wand (Putz oder Fliesen) wird die Schutzhülse einfach bündig abgeschnitten – die Hahnverlängerung mit der passenden Länge kann jetzt hineingedreht werden. Anschließend können diverse Armaturen wie Eckventile, Auslaufhähne oder Aufputzmischer (mit Exzenter) montiert werden.

Die Schutzhülse Dichtfix kann einen Wasserschaden zwar nicht verhindern, aber erheblich vermindern!

Die angeführten Artikel sowie das passende Werkzeug findet ihr auf unserer FÖRCH Webseite.

 

 

 

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